Name: 215/b-82-TTAGGG-H
(Josh Miller)
Namensbedeutung: siehe Lebenslauf
Alter:28
Geburtsort/planet:Erde, New York
Familie:er hat keine
Rasse:Transgen-Hybrid
Beruf:Er hat keinen Beruf.
Gesinnung:gut
Aussehen:Der Mann macht auf den ersten Blick einen furchteinflößenden Eindruck, was in erster Linie durch seine mächtigen, fast schwarzen Schwingen bedingt ist. Bei einer Flügelspannweite von fast sieben Metern möchte man ihm eher den Rücken kehren als sich zu ihm gesellen denn den Eindruck eines Engels vermittelt er ganz und gar nicht.
Josh ist von kräftiger und muskulöser aber trotzdem schlanker Statur, er hat einen sehr aufrechten Gang der ihm ab und an etwas arrogantes verleiht.
Sein Haar ist fast schwarz, eher könnte man es ebenholzfarben nennen, die längsten Strähnen reichen ihm dabei bis zu den Wangen und in den Nacken, vorn fällt ihm das Haar meist ins Gesicht, was ihn jedoch keineswegs stört.
Er hat braune Augen, ausdrucksstark aber oft traurig.
Sein Gesicht würde so manch eine Frau als schön, als sinnlich bezeichnen, er blickt aber meistens reserviert drein.
Was die Garderobe angeht, bevorzugt er dunkle Farben, als Favorit schwarz. Genau kann er sich diese Vorliebe nicht erklären, er hat es auch schon des öfteren mit etwas farbenfroherer Kleidung probiert, fühlte sich darin aber nicht wohl.
Die Garderobe muss bequem sein, im großen und ganzen ist er diesbezüglich aber nicht wählerisch.
Irgendwann vor einigen Jahren hat ihm jemand aus dem Labor Silberschmuck mitgebracht, über den er sich sehr freute, das kühle Schimmern des Metalls gefällt ihm.
Am auffälligsten sind natürlich seine Flügel, sie sind fast schwarz, schimmern ab und an aber etwas silbern und auch wenn sie den Schwingen eines Vogels ähneln, sind sie doch wesentlich beweglicher. Er kann sich darin einhüllen, was er gerne tut, wenn er nichts und niemanden sehen will. Anders als bei einem Engel kann Josh seine Flügel nicht verschwinden lassen.
Insgesamt gesehen ist er optisch natürlich viel mehr Mensch als Vogel, die Gene sprechen jedoch teilweise eine andere Sprache.
Charakter:Josh ist ein ruhiger und zurückhaltender Typ und man kann sagen, dass ihn eine gewisse Melancholie umgibt, die sicher durch seine Lebensumstände bedingt ist.
Wer ihm nicht in den Kram passt, hat es schwer, Zugang zu ihm zu finden und kann ihn als verschlossen und schweigsam empfinden.
Der Mann kann bisweilen arrogant und überheblich herüber kommen was jedoch nicht seiner wirklichen Art entspricht. Er hat aber gemerkt, dass er auf diese Weise Leute, die er nicht mag, sehr schnell verschrecken und verscheuchen kann.
Fremden gegenüber verhält er sich distanziert und es gab nicht wenige, die meinten, er wirke auf sie feindselig.
Seine Willenstärke ist besonders ausgeprägt, Dinge nicht zu tun, die man von ihm verlangt, ist seine Art und Weise, sich zu wehren, wenn ihm etwas nicht passt.
Er hat eine hohe Auffassungsgabe und merkt sich vieles einfach so im Vorbeigehen, ist wissbegierig und freut sich, von anderen lernen zu können.
Leider blieb im bisher der Wunsch verwehrt, einen guten Freund oder gar keine Gefährtin zu haben, eine Bezugsperson, mit der er all seine Wünsche und Träume teilen kann. Er sehnt sich danach und hat die Hoffnung noch lange nicht aufgegeben.
Wenn er erst mal Vertrauen zu anderen gefasst hat, was zwar lange dauert aber nicht unmöglich ist, möchte er von der Person nicht mehr getrennt sein, sein Bedürfnis nach Nähe ist stärker ausgeprägt als bei einem gewöhnlichen Menschen, die Wissenschaftler vermuten, dass dies bei ihm genetisch bedingt ist da beide Vogelarten, deren Gene er in sich trägt, in Massenkolonien leben.
Er hat nie ein Problem damit gehabt, auf seine Einzigartigkeit angesprochen zu werden, solange dies nicht aufdringlich oder gar abwertend geschieht.
Stärken:-sehr gutes Einfühlungsvermögen in seine Mitmenschen, wenn er denn will
-Hilfsbereitschaft
-Ruhe und Ausgeglichenheit
-Friedfertigkeit
-Geduld
-sehr intelligent, was die Theorie anbetrifft
-rhetorische Gewandtheit, wenn er ein bestimmtes Ziel verfolgt
Schwächen: - großes Misstrauen allen gegenüber, die er nicht kennt
- verschreckt andere durch seine Optik, unabsichtlich aber auch absichtlich
- Unerfahrenheit in vielen praktischen Dingen des tägl. Lebens
- eine gehörige Portion Naivität
- sehr sensibel, auch wenn er gar nicht diesen Eindruck vermittelt
- macht oft einem mürrischen Eindruck
- Josh ist der Alptraum einer jeden Köchin: Er mäkelt furchtbar, solange, bis er Fisch bekommt! (zur Not geht er auch ans Aquarium)
Besonderheiten:- Er kann auch noch bei Sturm oder Regen sehr passabel fliegen.
- Er ist deutlich leichter als ein normaler Mann seiner Größe, was durch einen anderen Knochenaufbau bedingt ist (wesentlich leichtere Knochen wie beim Vogel) und geht im Wasser nicht unter.
- die meisten Vögel zeigen vor ihm keine Scheu, was er sehr genießt
Vorlieben: [Stichpunkte]- angenehme Gesellschaft
- schöne Frauen
- Bücher
- einfach alles, was Flügel hat
- Fliegen bei Gewitter und Sturm
- andere erschrecken (jedenfalls ab und zu mal)
- Fische, vor allem Tintenfische (essen, nicht ansehen)
- neue Dinge erfahren und lernen
- Sturm, der ihn vom Boden asbhebt
Abneigungen: [Stichpunkte]- enge Räume
- alles, was auch nur annähernd einem Arzt ähnelt
- Langeweile und Nichtstun
- begafft zu werden
- allein sein
- statt als Hybride als Bastard bezeichnet zu werden
- Aquarien, wenn man den Inhalt nicht essen darf
- Fleisch lehnt er kategorisch ab
Lebenslauf:Josh`s Lebensgeschichte begann nicht mit „Er wurde geboren…“, da er weder eine genetische Mutter noch einen solchen Vater besitzt.
Korrekt wäre es zu sagen, sein Leben außerhalb des Plasmaalkovens, welcher einer Gebärmutter gleich kommt begann im Jahre 2082.
Die Idee seiner Existenz jedoch fand ihren Anfang, wenn auch noch völlig unbewusst an dem bunten und unbeschwerten 7. Geburtstag des kleinen Stanley Miller im September 2034 am Stadtrand von New York.
Es war ein ganz besonderer Geburtstag denn Stan war gerade wenige Tage zuvor eingeschult worden und so fiel die Feier eben noch üppiger aus als ein ganz normaler Geburtstag.
Ausgelassene Kinder, viele Geschenke, Musik und Übermut bestimmten das Bild des großen Gartens der wohlhabenden Familie Miller an diesem Nachmittag und so blieb es eine ganze Weile unentdeckt, dass Stanleys ein Jahr jüngerer Bruder Josh nicht mehr mit dabei war.
Das ausgelassene Lachen der kleinen Gäste, die sich soeben über eine große Schale mit Süßigkeiten hermachten, war das letzte Erfreuliche an diesem Tag, bevor ein gellender Schrei alle Anwesenden, egal ob groß oder klein, aufschrecken ließen.
Die Mutter von Stanley und Josh hatte ihren Jüngsten im Pool treibend gefunden, mit dem Gesicht nach unten, sie war augenblicklich hinein gesprungen, hatte aber sofort gespürt, das alle Hoffnung vergebens war und schrie sich in diesem Bewusstsein die Seele aus dem Leib.
Der Notarzt, der mit Rekordgeschwindigkeit angerückt kam, konnte nur noch den Tod des Sechsjährigen feststellen, eine Reanimation war nicht mehr möglich, da der Tod schon vor einer Weile eingetreten war.
Von diesem Zeitpunkt an änderte sich das Leben für die Familie von Grund auf.
Man möchte meinen, das wohl der ältere Bruder Stanley im Laufe der Zeit dies Ereignis am besten verarbeitet hätte denn schließlich war er ja noch ein Kind, sein ganzes Leben lag noch vor ihm und damit viele wunderbare Erfahrungen, die das schlimme Ereignis mit der Zeit langsam aber sicher in den Hintergrund stellen würden.
Aber dem war nicht wirklich so.
Niemals hatte Stanley Miller über dieses furchtbare Ereignis sprechen können und die Schuldgefühle blieben: Hätte er nicht diesen Geburtstag gefeiert, wäre das Unglück mit dem Pool sicher nicht geschehen!
Schon früh begann sich der Junge für die Arbeit seines Vaters zu interessieren.
Dieser war ein renommierter Wissenschaftler der an der Fortführung des ursprünglich 1990 begonnenen Humangenomprojektes arbeitete.
Er hatte von klein auf mitbekommen, was sein Vater tat und da dieser seine Arbeit liebte, brachte er sie natürlich seinem Sohn gerne nahe und weckte somit früh sein Interesse.
Auch in der Pubertät und später in der Highschool-Zeit änderten sich Stanleys Interessen nicht und als er schließlich während des Studiums einen heiß umkämpften Studienplatz im National Human Genome Research Institute erhielt, bekam er das erste Mal einen wirklichen Einblick in die Möglichkeiten, die sich einem Forscher eröffnen konnten, wenn man die dazu notwendigen Kenntnisse besaß.
Stanley ackerte und büffelte auch in der Zeit seines Studiums, in der seine Freunde feierten und einfach nur Spaß am Leben hatten.
Es berührte ihn auch nicht sonderlich, dass er sich durch diese Außenseiterrolle keine Freunde machte. Die konnte er sowieso nicht wirklich brauchen denn sie hinderten ihn nur am Vorankommen!
Mit 30 Jahren hatte er seinen Doktor der Molekularbiologie in der Tasche, drei Jahre später bekam er den Titel des Professors.
Während all der Jahre verwandelten sich seine Schuldgefühle am Tod seines Bruders zu dem alles bestimmenden Ziel, aus vorhandenem Zellmaterial des Kindes diese Person neu entstehen zu lassen.
Stanley Miller hatte sowohl das Wissen dazu erworben als auch die finanziellen Möglichkeiten denn es gab immer Sponsoren, die ein solches, eigentlich gesetzlich verbotenes, Projekt gut hießen und unterstützten.
So gelang es schließlich Prof. Dr. Miller, nach unzähligen missglückten Versuchen im Januar 2082 genau 232 vielversprechende Embryonen in jeweils einen der Plasmaalkoven einzupflanzen.
Allerdings hatte die Sache einen Haken.
Seine Sponsoren waren mit der Erschaffung eines menschlichen Wesens nur unter dem Gesichtspunkt einverstanden, dass dieses Wesen verschiedene artfremde Gene aufweisen sollte um dessen Existenz einzigartig zu machen und aufzuwerten.
Sie entschieden sich, dem Hybriden DNA-Sequenzen einer Albatross- und einer Riesensturmvogelart einzubauen. Damit sollten sich ihrer Ansicht nach die Eigenschaften und das Aussehen des Wesens ganz erheblich von denen eines normalen Menschen unterscheiden, womit sie Recht behalten sollten.
Nr. 215/b war das letzte dieser Mischwesen, das seine Entstehung überlebte, wurde nach 9-monatiger "Schwangerschaft" im September 2082 aus dem Plasmaalkoven entnommen und erhielt von seinem „Konstrukteur“ den Namen Josh Miller.
Allerdings entwickelte sich das Kind, welches natürlich hermetisch von der Außenwelt abgeschottet war alles andere als so, wie es sich der Professor gewünscht hatte.
Der scheue Junge wollte kaum spielen, nicht fröhlich sein und wies so gut wie keine der Eigenschaften auf, die Stan so sehr an seinem Bruder geliebt hatte. Ein düsteres Kind, das fortwährend auf eine der hohen Schränke flog und ganz seltsam von oben auf die anderen herunter schielte. Was es an Spielzeug besaß, räumte es beständig auf die Schränke und wenn es nicht dort oben schlafen konnte, schrie es wie am Spieß.
Bis auf Fisch verweigerte es sämtliche Nahrung und es dauerte Jahre, bis es sich leidlich an eine gemischte Kost gewöhnt hatte.
Natürlich ließ man dem Jungen eine umfassende Erziehung angedeihen aber er merkte schon sehr früh, dass mit ihm etwas nicht stimmte, er wunderte sich und fragte immer wieder nach, warum alle, die er kannte, vorwiegend medizinisches Personal, keine Flügel hatten wie er.
Zuerst taten diese Menschen dem Jungen sehr leid aber immer mehr wurde er gewahr, dass er selber es war, der anderes war.
Da er das Laboratorium nur sehr selten verlassen durfte, konzentrierte er sich auf seine Bücher, die man ihm auch in großen Mengen zur Verfügung stellte.
Stundenlang konnte er sich damit beschäftigen, ohne dass ihm langweilig wurde.
Je mehr Zeit jedoch verging, umso größer wurde der Wunsch, zu wissen, was sich außerhalb des Gebäudes und jenseits des Geländes befand.
Er konnte aus seinem vergitterten Fenster eine Straße sehen und den Park um beobachtete mit großer Hingabe die Leute, die sich dort aufhielten.
Mit achtzehn Jahren unternahm er den ersten und einzigen Fluchtversuch, seine Begleiter hatten ihn auf dem Hof für eine Weile aus den Augengelassen und da er bisher nie Schwierigkeiten gemacht hatte, war er binnen Sekunden auf und davon.
Weit kam er jedoch nicht denn zum einen ist ein Mann mit riesigen Schwingen nicht gerade unauffällig, zum anderen bewegte er sich völlig desorientiert da er von all den Eindrücken so überwältigt war, dass er sie kaum verarbeiten konnte.
Kaum war er eine Stunde in der Riesenmetropole unterwegs geriet er in eine Hochspannungsleitung, zwar konnte ihm der Strom nichts anheben da er ja keinen Kontakt zu Erde hatte aber er stürzte ab und erlitt mehrere Knochenbrüche.
Diese Sache zog eine Lawine nach sich, die sich auch auf ihn selber auswirkte, und das nicht grade im positiven Sinne.
Während die Öffentlichkeit niemals wirklich von dem Experiment Kenntnis hatte aber viele Gerüchte kursierten, lag es nun klar auf der Hand:
Es hatte dieses Experiment tatsächlich gegeben und der Schirmherr würde sich dafür verantworten müssen.
Von den Geldgebern fehlte natürlich jede Spur.
Stanley Miller geriet unter so massiven öffentlichen Beschuss, dass er sich schließlich das Leben nahm.
Josh selber ließ das Ableben des Mannes völlig kalt denn er hatte zu dem Mann keinerlei Beziehung, obwohl er genetische mit ihm verwand war, was er natürlich auch wusste.
Nach und nach wurden Teile des Labors aufgelöst, das Ergebnis des Experimentes selber, Josh Miller, von einem zum nächsten Labor gereicht, untersucht, befragt, wieder untersucht bis schlussendlich die Entscheidung gefällt wurde, dass der Mann Staatseigentum blieb und seinen kleinen gefliesten Raum nicht mehr würde verlassen können.
Stattdessen zogen täglich angehende Ärzte, Wissenschaftler und auch nur solche, die gut zahlen konnten an ihm vorüber, schließlich bekam man so ein Wesen nicht alle Tage zu sehen.
Er selber unternahm keinen neuen Fluchtversuch denn er hatte nicht den leisesten Schimmer, wohin er sich hätte wenden sollen und irgendwie war ihm das medizinische Personal so vertraut, wenn er es auch nicht mochte, dass er sich mit der Situation notgedrungen abfand, bis zu dem Tag, an dem er auf mysteriöse Weise aus seinem Raum verschwand.....
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